Nachnamen aus Spanien korrekt deuten

Viele Spanier haben 2 Nachnamen, wie zum Beispiel Lopez Garcia. Doch wie gehe ich damit um? Werden beide gesprochen oder nur einer? Und woher kommt diese Namensvielfalt? Ein kleiner Ratgeber!

Bleiben wir einmal beim Beispiel Lopez Garcia, was ein nicht unüblicher Nachname auf der iberischen Halbinsel ist. In Spanien ist es üblich, dass Kinder einen Nachnamen der Mutter und einen des Vaters – unmittelbar nach der Geburt – bekommen. Dabei wird der erste Nachname [in unserem Beispiel Lopez] vom Vater und der zweite [in unserem Fall Garcia] von der Mutter vererbt.

Weitergegeben wird dabei – wie könnte es anders sein – immer nur der erste Nachname. Sprich: Ein neugeborenes Kind erhält den ersten Nachnamen des Vaters und den ersten Nachnamen der Mutter.

Da das Ganze zugegebener Maßen etwas schwierig zu erklären ist, möchte ich ein kleines Beispiel aufführen: Wir haben eine spanische Frau [sagen wir Maria Garcia Diaz] und einen spanischen Mann [sagen wir Gael Lopez Morales]. Sollten die beiden beschließen zu heiraten, behalten beide – anders als in Deutschland – ihren Namen.

Bekommt dieses Pärchen nun ein Kind, würde dieses Kind Lopez Garcia [= 1. Nachname des Vaters + 1. Nachname der Mutter] mit Familienname heißen.

Welchen der beiden Nachnamen spreche ich aus?

Wenn ich mit einem Spanier/einer Spanierin spreche, verwende ich üblicherweise nur den ersten Nachnamen. Ich sage also „Hallo Herr Lopez“ und nicht „Hallo Herr Lopez Garcia“.Interkulturelles Training Spanien

Zudem können Sie mit einem weiteren kleinen Trick herausfinden, ob Ihr spanisch-sprachiges Gegenüber aus Spanien oder aus Portugal kommt: Viele spanische Nachnamen enden nämlich auf „z“ [wie zum Beispiel bei Lopez]. Würde diese Person aus Portugal kommen, würde ihr Nachname eher mit „s“ [also Lopes] geschrieben werden.

Das korrekte Benutzen der Nachnamen ist selbstverständlich nur ein Aspekt einer erfolgreichen interkulturellen Kommunikation. Schließlich gibt es auch bei den Themen Mitarbeiterführung, Verhandlungen, Meetings, Präsentationen oder E-Mail- und Telefonkontakt teilweise bedeutende Unterschiede. Mehr darüber erfahren Sie durch unser Interkulturelles Training Spanien.


Über Markus Eidam

Nach meinem insgesamt vierjährigen Aufenthalt in verschiedenen Ländern dieser Welt bin ich seit dem Jahr 2004 Geschäftsführer bei den Auslands-Experten von Eidam & Partner. In jüngeren Jahren habe ich Interkulturelle Kommunikation, Erwachsenenbildung und Psychologie studiert und mich zum Trainer, Coach und Personalfachwirt der IHK ausbilden lassen. Unser Unternehmen bietet Ihnen Interkulturelles Training, Interkulturelles Coaching, Consulting und eLearning zu 80 Zielländern.
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