Der Doing-Business-Index

Die Gründung eines Unternehmens oder einer Niederlassung im Ausland ist mit zahlreichen Vorüberlegungen verbunden. Nicht nur kulturelle Gegebenheiten müssen bedacht, sondern auch wirtschaftliche und bürokratische Konstellationen müssen berücksichtigt werden. Um zu sehen, in welchen Ländern es besonders einfach ist, „Business“ zu machen, kann der Doing-Business-Index der Weltbank herangezogen werden.

In Zusammenarbeit mit der International Finance Corporation [IFC] erarbeitet die Weltbank jedes Jahr diesen Index und vergleicht anhand mehrerer Punkte die Qualität der Standorte in über 180 Ländern. Der Doing-Business-Index besteht dabei aus 10 Kriterien sowie weiteren Unterpunkten.

Der herangezogene Wert veranschaulicht u.a., ob staatliche Institutionen die Gründung eines Unternehmens erschweren oder begünstigen. Ein Beispiel hierfür wäre wie schnell in einem Land Baugenehmigungen erteilt oder auch Kredite gewährt werden.

Nun bleibt, die Frage zu beantworten, welches Land im vergangenen Jahr am besten abgeschnitten hat und an welcher Stelle Deutschland rangiert?

Deutschland ist nicht unter den Top 20

Die Rangliste wird von Singapur, Hongkong und Neuseeland angeführt, es folgt die Wirtschaftsmacht USA auf Rang vier. Investoren finden somit in diesen Ländern die besten Ausgangsvoraussetzungen für Ihre Geschäfte vor. Als Doing-Business-Index, Interkulturelles Trainingbestes europäisches Land schneidet Dänemark mit Platz acht ab. Deutschland findet sich erst auf Platz 21 wieder, was insbesondere mit dem schlechten Wert für die Geschäftsaufnahme, dem Wert für die Eintragung von Eigentum sowie dem Wert für den Schutz der Anleger begründet werden kann.

Schlusslichter des Rankings sind die afrikanischen Länder Libyen, die Zentralafrikanische Republik und der Tschad. Überraschend ist auch, dass es einige europäische Länder wie Spanien, Ungarn, Luxemburg und Italien sowie die Tschechische Republik nicht unter die Top 50 geschafft haben.

China nur auf Rang 96

Einige andere Länder empfinden diesen Index weiterhin als nicht besonders gewinnbringend. Dies sind u.a. die wirtschaftlich aufstrebenden und einflussreichen Länder China [Platz 96], Brasilien [Platz 116] und Indien [Platz 134], die in dieser Studie alljährlich nicht besonders gut abschneiden. Alle drei Länder haben vor allem einen überdurchschnittlich schlechten Wert beim Erteilen von Baugenehmigungen erhalten. Insbesondere aus diesen Ländern wird Kritik bezüglich der herangezogenen Kriterien laut und die Abschaffung des Index gefordert, welcher diesen Ländern ein negatives Image beschert.

Nichtsdestotrotz sollten Sie nicht nur diesen Index bei einer Expansion ins Ausland heranziehen, sondern sich auch auf die kulturellen Unterschiede vorbereiten. In unseren Interkulturellen Trainings sensibilisieren unsere Experten Sie nicht nur für kulturelle Besonderheiten, sondern beschäftigen sich auch eingehend mit Ihrem Projekt sowie den damit verbundenen Umständen. Wir helfen Ihnen u.a. bei der Standortsuche sowie bei der Bewältigung des „Papierkrams“ mit den örtlichen Behörden. Dies hilft Ihnen, Ihr Vorgehen kulturgerecht zu optimieren bzw. Fehler im Vorfeld verlässlich auszuschließen.

Falls Sie in Kontakt mit ausländischen Geschäftspartnern, Mitarbeitern oder Kunden stehen oder dies planen, bieten wir Ihnen für diese Situationen Coachings, begleitende Beratungen sowie Trainings wie zum Beispiel unser Interkulturelles Training zu China.


Über Andreas Riedel

Ich habe Tourismuswirtschaft und Europa-Studien/Kulturwissenschaften studiert. In beiden Fachrichtungen durfte ich mich auf ganz unterschiedliche Art und Weise bereits mit dem Thema Interkulturelle Kommunikation beschäftigen. Seit Februar 2013 bin ich nun Interkultureller Berater bei Eidam & Partner. Unser Unternehmen bietet Ihnen seit dem Jahr 2004 Interkulturelles Training, Interkulturelles Coaching, Entsendungsvorbereitung und eLearning zu 80 Zielländern. Darüber hinaus haben wir uns auch auf viele länderübergreifende Themen spezialisiert.
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