Männer Hand in Hand – Frauen senken die Augen

Die vielfältige Kultur Indiens ist das Thema des heutigen Blog-Beitrags. Darin erfahren Sie, auf welche kulturellen Begebenheiten Sie bei Aufenthalten in Indien gefasst sein müssen. Warum beispielsweise reagieren indische Frauen auf Ihre Anrede sehr zurückhaltend und was bedeutet es, wenn man Männer auf der Straße Hand in Hand sieht?

Die traditionell untergeordnete Rolle der indischen Frau ist auch in der  Geschäftswelt Indiens von Bedeutung. Sie sollten daher die Gepflogenheiten kennen, wie Sie mit Geschäftsfrauen des Subkontinents in Kontakt treten. Dabei werden Ihnen sicherlich diese vier folgenden „Grundregeln der Kommunikation“ zur Begrüßung und beim Körperkontakt helfen:

  • Achten Sie auf die Signale der Frau, wenn Sie als Mann mit indischen Kolleginnen sprechen: Stellt die Inderin keinen Blickkontakt her oder wendet ihren Blick sogar ab, ist es ihr wohl unangenehm, so direkt angesprochen zu werden.Interkulturelles Training Indien
  • Auch für eine europäische Frau ist es empfehlenswert, sich an diesen Brauch zu halten: Schlagen Sie als Frau darum die Augen nieder, wenn Sie mit einem fremden Inder sprechen.
  • Ebenso sollten Sie als Mann einer indischen Frau zur Begrüßung nicht sofort die Hand entgegenstrecken. Denn auch wenn sie westlich orientiert ist, kann sie trotzdem Körperkontakt meiden wollen! Haben Sie ein Auge auf die Körpersprache! Wenn Sie nicht sicher sind, benutzen Sie den geläufigen indischen Gruß. Legen Sie dazu die Handinnenflächen vor der Brust zusammen, neigen den Kopf oder den ganzen Oberkörper nach vorn und sagen gleichzeitig Namasté – dies bedeutet so viel wie guten Tag.
  • Für Sie als Frau in Indien gilt genauso: Warten Sie ab, ob der indische Mann Ihnen die Hand geben will!

Männer halten in der Öffentlichkeit Händchen

Körperkontakt unterliegt in Indien generell anderen Normen als in Westeuropa. Seien Sie also nicht überrascht, wenn Sie auf den Straßen Mumbais und Neu-Dehlis unterwegs sind und viele Männer Hand in Hand sehen. Diese Geste ist in Indien ein Zeichen von Freundschaft und Zuneigung und hat keinen homosexuellen Hintergrund.

Grundsätzlich ist es so, dass die körperliche Distanz zwischen männlichen Gesprächspartnern in Indien kleiner ist, als in westlichen Kulturen. Es ist dabei beispielsweise durchaus üblich, während der Kommunikation den Arm des anderen zu streicheln. Körperliche Nähe zwischen Mann und Frau ruft wiederum in der indischen Öffentlichkeit Peinlichkeit hervor und ist daher eher unüblich.

Wir haben mehr für Sie! — Interkulturelles Training + zusätzliche Artikel zu Indien

Natürlich spielen auch andere Kulturfacetten, wie die Religion oder Feiertage, eine große Rolle in Indien und haben durchaus Einfluss auf das Geschäftsleben des Landes. Diese und weitere Hinweise erhalten Sie auch durch ein Interkulturelles Training zu Indien von Eidam und Partner.

Zu unserem Leistungsspektrum im Bereich „Interkulturelles Training“ gehören auch länderübergreifende Workshops, Entsendungsvorbereitung oder interkulturelle eLearning-Module!

Unter folgendem Link finden Sie alle Artikel zum Zielland Indien.

Lese-Empfehlungen rund um interkulturelle Trainings und die indische Kultur

1 Herbrand, Frank [2002]: „Fit für fremde Kulturen. Interkulturelles Training für Führungskräfte“, Bern/Stuttgart/Wien: Verlag Paul Haupt.

2 Kempen, Regina/Schumacher, Svenja/Engel, Anna Maria/Hollands, Lisa [2020]: „Interkulturelle Trainings planen und durchführen: Grundlagen und Methoden“, Göttingen: Hogrefe-Verlag

3 Mazziotta, Agostino [2016]: „Interkulturelle Trainings: Ein wissenschaftlich fundierter und praxisrelevanter Überblick [essentials]“, Wiesbaden: Springer Fachmedien-Verlag

4 Fetscher, Doris/Hinnenkamp, Volker [1994]: „Interkulturelles Kommunikationstraining und das Managen der interkulturellen Situation“, in: „Sprache und Literatur“ 74/1, 67-89

5 Müller-Jacquier, Bernd/ten Thije, Jan D. [2000]: „Interkulturelle Kommunikation: interkulturelles Training und Mediation“, in: Becker-Mrotzek, M./Brünner, G./Cölfen, H. [Hrsg.]: „Linguistische Berufe“, Frankfurt a. M./Berlin/Bern/Bruxelles/New York/Oxford/Wien: Lang, 39-57.


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Über Andreas Riedel

Ich habe Tourismuswirtschaft und Europa-Studien/Kulturwissenschaften studiert. In beiden Fachrichtungen durfte ich mich auf ganz unterschiedliche Art und Weise bereits mit dem Thema Interkulturelle Kommunikation beschäftigen. Seit Februar 2013 bin ich nun Interkultureller Berater bei Eidam & Partner. Unser Unternehmen bietet Ihnen seit dem Jahr 2004 Interkulturelles Training, Interkulturelles Coaching, Entsendungsvorbereitung und eLearning zu 80 Zielländern. Darüber hinaus haben wir uns auch auf viele länderübergreifende Themen spezialisiert.
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