Zu Gast in Indien – Teil 2: Gastgeschenke

Nachdem sich unser letzter Blogbeitrag mit generellen Hinweisen rund um das Verhalten als Gast in Indien beschäftigt hat, werden wir in dieser Woche auf das Thema „Gastgeschenke“ eingehen. Sie erfahren zum Beispiel, welche Geschenke besonders gut ankommen und welche eher vermieden werden sollten.

Nachdem Sie Ihrem indischen Gastgeber begrüßt haben, vermutlich mit dem in Indien geläufigen Gruß Namasté, und in die Wohnräume eintreten dürfen, ist es an der Zeit für Ihre Gastgeschenke. Überreichen Sie Ihr Präsent möglichst erst nach dem Betreten der Wohnräume und wundern Sie sich nicht, dass Ihr indisches Gegenüber das Mitbringsel wahrscheinlich ungeöffnet beiseitelegen wird.

Aus Höflichkeit öffnen Inder ihre Geschenke normalerweise nicht in Gegenwart des Schenkenden, schließlich könnte es Ihrem Bekannten nicht gefallen, was er Sie auf keinen Fall merken lassen will. Soll der Beschenkte wissen, von wem das Präsent ist, legen Sie einfach eine Visitenkarte bei! Jedoch sollten Sie keinen Dank für Ihr Geschenk erwarten oder eine Aussage, wie das Geschenk gefallen hat; das ist in Indien einfach nicht üblich.

Gastgeschenke Indien

Namasté – Traditionelle indische Begrüßung

Gastgeschenken kommt im Zuge des Aufbaus von Beziehungen eine ganz besondere Rolle zu. Bei Einladungen sollten Sie also unbedingt an entsprechende Präsente [auch für die Kinder Ihres Gastgebers] denken! Aber was müssen Sie dabei beachten? Und was sollten Sie auf keinen Fall schenken?

Als Geschenk geeignet sind:

  • Schokolade, Pralinen und Blumen [auch rote Rosen]
  • Spezialitäten aus Ihrer Heimat
  • Werbegeschenke der eigenen Firma [für Geschäftspartner]
  • Bei Geschäftseröffnungen die Elefantengottheit Ganesh als glücksbringendes Präsent
  • Außerdem Schreibgeräte und Schweizer Armbanduhren

Als Geschenk ungeeignet sind:

  • Taschentücher, Schuhe und Socken
  • Fleischprodukte und Lederwaren [viele Inder sind Vegetarier]

Wenn es um das Thema „Gastgeschenke“ geht, sollten Sie noch einige weitere indische Gepflogenheiten beachten. Der Wert des Geschenks zeigt, wie viel Wertschätzung Sie dem Beschenkten entgegenbringen. Übertriebene Ausgaben beschämen den Gastgeber jedoch ebenfalls. Bei Geldgeschenken sollten Sie zudem auf eine ungerade Summe achten, z. B. 11 statt 10 $.

Verschenken Sie außerdem nie drei oder 13 Dinge derselben Art, z. B. Blumen. In Indien bringt das Unglück! Verwenden Sie ebenfalls kein Geschenkpapier in den Trauerfarben weiß und schwarz. Glücksbringend sind bunte Farben wie Gelb, Rot oder Grün.

Auch im dritten Beitrag dieser Reihe wird es wieder um Tipps für Ihren Aufenthalt in Indien gehen. Dabei werden wir die Etikette bei Tisch und im Restaurant thematisieren. Seien Sie also gespannt auf zahlreiche interessante Hinweise.

Erfahren Sie mehr: interkulturelles Training + zusätzliche Artikel zu Indien

Weitere hilfreiche Informationen für Ihre Geschäftskontakte nach Indien erhalten Sie in unseren Interkulturellen Trainings zum Zielland Indien.

Zu unserem Leistungsspektrum gehören aber auch länderübergreifende Workshops, Entsendungsvorbereitung oder interkulturelle eLearning-Module!

Unter folgendem Link finden Sie alle Artikel zum Zielland Indien.

Literaturempfehlungen rund um interkulturelle Trainings und das Zielland Indien

1 Kumbruck, Christl/Derboven, Wibke [2016]: „Interkulturelles Training: Trainingsmanual zur Förderung interkultureller Kompetenzen in der Arbeit“, Berlin/Heidelberg: Springer-Verlag

2 Kempen, Regina/Schumacher, Svenja/Engel, Anna Maria/Hollands, Lisa [2020]: „Interkulturelle Trainings planen und durchführen: Grundlagen und Methoden“, Göttingen: Hogrefe-Verlag

3 Ang-Stein, Claudia [2015]: „Interkulturelles Training: Systematisierung, Analyse und Konzeption einer Weiterbildung“, Wiesbaden: Springer Fachmedien-Verlag

4 Mazziotta, Agostino [2016]: „Interkulturelle Trainings: Ein wissenschaftlich fundierter und praxisrelevanter Überblick [essentials]“, Wiesbaden: Springer Fachmedien-Verlag

5 Reisch, Bernhard [2012]: „Interkulturelles Personalmanagement: Internationale Personalentwicklung, Auslandsentsendungen, Interkulturelles Training“, Wiesbaden: Gabler


Über Markus Eidam

Nach meinem insgesamt vierjährigen Aufenthalt in verschiedenen Ländern dieser Welt bin ich seit dem Jahr 2004 Geschäftsführer bei den Auslands-Experten von Eidam & Partner. In jüngeren Jahren habe ich Interkulturelle Kommunikation, Erwachsenenbildung und Psychologie studiert und mich zum Trainer, Coach und Personalfachwirt der IHK ausbilden lassen. Unser Unternehmen bietet Ihnen Interkulturelles Training, Interkulturelles Coaching, Consulting und eLearning zu 80 Zielländern.
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